Der Bär - Wildtier des Jahres 2005
Die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild hat den Braunbären (Ursus arctos) zum „Wildtier des Jahres 2005“ erklärt. Einst in großer Stückzahl in der Region des heutigen Nationalpark Bayerischer Wald vertreten, wurde der letzte deutsche Bär im Bayerischen Wald 1833 und der letzte Bär im Böhmerwald 1856 getötet. Im Gegensatz zu Deutschland, wo es seit 170 Jahren keine freilebenden Bären mehr gibt, existieren in Nachbarländern Braunbären-Kleinbestände: So erreichten zum Beispiel Auswilderungsprojekte in Österreich, dass in den Alpen eine fortpflanzungsfähige Population zu finden ist.
Es ist auch nicht auszuschließen, dass in den nächsten Jahren in Deutschland eine kleine Anzahl von eingewanderten Braunbären aus dem tschechischen Raum auftreten könnte.
Steckbrief Braunbär (Ursus arctos):
Größe/ Gewicht:
- 170-250 cm Länge
- 90-110 cm Schulterhöhe
- 120-270 kg schwer
Lebenserwartung:
- Höchstalter liegt bei 30-35 Jahren in freier Wildbahn
Fortpflanzung:
- Paarungszeit im Juni/ Juli
- Nach 7-8 Monaten Tragzeit werden 1 bis 4 (meist 2) nackte, blinde Junge in der Winterhöhle geboren
- Die Jungen werden bis zu 4 Monate gesäugt und öffnen nach 4-5 Wochen die Augen
- Nach 2 Jahren sind sie selbstständig
- Nach 3 Jahren sind sie geschlechtreif
- Eine Bärin wird nur alle (2-) 3 Jahre trächtig
Lebensraum:
- Dämmerungs- und nachtaktive Tiere, die als scheue Einzelgänger in störungsfreien, großräumigen Wald- und Gebirgslandschaften leben
- Im Nationalpark Bayerischer Wald leben derzeit keine Bären
Nahrung:
- Allesfresser, nehmen Beeren, Wurzeln, Samen, Insekten, Aas und Wild auf
- Der Anteil an pflanzlicher Nahrung beträgt 75%
Feinde:
- Hauptfeind ist der Mensch, der eine Verbreitung des Bären häufig durch Abschuss oder Fang verhindert
- Natürliche Feinde hat er keine





